Die Bergstation Geschichten
Es gibt Gratisski. (10.10.2012)
Nachdem es ja kein Geheimnis ist, dass ich (Stephan) seit gut eineinhalb Jahrzehnten mit dem besten Material von Welt (Fischer, nämlich) unterwegs bin, ohne dafür zu bezahlen, bringen wir hier gerne den Pressetext zur aktuell angelaufen Aktion. Und außerdem ist das sowieso ein einfacher Weg, gratis zu einem Ski zu kommen. In the words of Ben Stiller: Do it!
Fischer Sports hat den Ski. Und Du sollst ihn testen.
Der österreichische Skihersteller sucht 50 Fahrer, die einen Winter lang den neuen Fischer Hybrid Ski testen und bewerten. Wer insgesamt sechs Berichte liefert, darf am Ende der Saison den Ski behalten.
Gute Nachrichten für alle, die fette Lines im frischen Powder genau so schätzen, wie Fullspeed Runs auf der Piste: Fischer Sports hat den perfekten Ski für Euch! Mit nur einem Klick lässt sich der Hybrid vom Racer in einen Freerider verwandeln. Ermöglicht wird dies durch die neue Hybrid Technologie, mit der ihr kinderleicht den Rocker ein- oder ausschalten könnt.
Klingt zu gut, um wahr zu sein? Mit dieser Aktion wird Fischer sicher auch die letzten Zweifel beseitigen: Beim Fischer Hybrid Reality Check auf https://apps.facebook.com/hybridrealitycheck könnt ihr Euch bis zum 2. November als Tester bewerben. Teilnehmen können User aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Slowenien und USA: Foto hochladen, ein Paar Angaben zu Person, Fahrstil und Fahrkönnen schon steht das Profil. Wer hat, kann zusätzlich noch auf sein YouTube Video verlinken.
Anschließend heißt es, ordentlich die Werbetrommel rühren, denn: Vom 2.11. bis 15.11. wird gevotet! Unter den Bewerbern mit den meisten Stimmen wählt eine Jury die Top 50 aus. Wenn ihr zu den Glücklichen gehört, testet ihr eine Saison lang die neue Wunderwaffe und postet Eure Testberichte direkt übers Handy in die Fischer Sports Facebook App. Fünf solcher Testberichte und eine Zusammenfassung des Gesamteindrucks will Fischer Sports haben, dann dürft ihr den Ski am Ende der Saison behalten.
Selbstverständlich wurde bei der Aktion auch an diejenigen gedacht, die keine Lust haben zu testen, den Ski aber trotzdem haben wollen: Unter allen Usern, die sich am Voting beteiligen, wird ein Paar nigelnagelneuer Fischer Hybrid Ski verlost.
Der Winter kann kommen!

Last run of the epic 2012 season. (4.5.2012)
Durch die Alpen. Schon wieder. (24.4.2012)
Nach der ersten Transalp im März des Vorjahres war es jetzt wieder soweit. Vorhang auf für die
Fischer Transalp 2012 - Von Bartgeiern, Geschnetzeltem und einer langen Reise
Auf Ski von St. Moritz bis ins Kleinwalsertal (April 2012)
Die Fischer Head Honchos geizten nicht mit Superlativen. "Die erste Transalp war ein großartiger Erfolg. Wir werden das wiederholen. Ihr werdet die zweite Fischer Transalp planen und führen, und sie wird länger, höher, gewaltiger werden. An die Arbeit!", donnerte Marketingchef Christian letzten Sommer über uns.
Die Vorbereitung
Wir, also das Die Bergstation Transalp Team Peter Perhab, Stephan Skrobar und Sepp Schweiger, gehorchten wie die kleinen Schulbuben die wir einst waren. Im sonnigen Herbst knieten wir uns in stundenlanges Studium von Karten und Bildbänden, endlose Telefonate und penible Rechnungen. Dann schleuderte der Winter Schneemassen herunter, und wir wählten am Transalp Testtag am Obertauern ein achtköpfiges Team nach Skikönnen und Gruppendynamik aus. Im März besuchten wir einzelne Etappen, um uns Schneebedingungen und Gelände anzusehen.
Mitte April war es soweit. Zu viel Schnee, zu schlechtes Wetter. Wieder stundenlange Telefonate, eine Absage stand im Raum. Letztlich wurden die ersten zwei Etappen, geplant von Sondrio/IT, gekappt und wir brachen am verregneten Sonntag Richtung St. Moritz/CH auf.
Die Tour
Die gesamte Tour gingen neben dem Team noch Fotograf Hannes Kirchner, Fischer Freeski Teamkollegin Melissa Presslaber und Fischer Marketingguru Christian Lutz mit. Schon auf der Busfahrt stellte sich heraus, dass alle Teilnehmer extrem witzig waren, gut zu harmonieren schienen und vor allem der Spaß in den nächsten acht Tagen eine Rolle spielen würde. Das würde sich bewahrheiten. Da wurden, so denken wir, alpine Freundschaften geschlossen.
Nach abendlichem Geschnetzelten (an Spätzle) brachen wir am nächsten Tag bei Plaudereien über Familienhintergründe und Bartgeier (die unsere Reise beobachteten), zur d'Es-cha Hütte auf. Wetter eher schneeig und ungut. Die Hütte ist klein, aus Stein und gemütlich. Die Hüttenleute waren entspannt und das Geschnetzelte wurde mit Püree serviert.
Postkartenwetter am nächsten Morgen, der Schnee glitzerte bis wir auf der Porta d'Es-cha auf Nebel trafen. Und beim ersten Umgang mit Seil und bei leichter Kletterei stellte sich auch heraus, dass die Gruppe nicht nur sympathisch, sondern auch am Berg sehr fit ist. Vorbei am Piz Kesch übern Porchabella Gletscher hinunter und Aufstieg über Sertig Pass auf die Bergüner Furgga. Gefolgt von rund 1000 Höhenmetern feinstem Powder und einem Grinser der erst beim Studium der Schweizer Preisliste in Sertig-Dörfli endete. Das Geschnetzelte am Abend war dafür auch vom Hirsch.

- Die d'Es-cha Hütte protzt und spielt Postkartenmotiv.
Nach einer denkwürdigen Nacht, in der es gelang, vierzehn Menschen in achtzehn Kubikmeter zu zwängen, stand ein langer Tag an. Übers Tällihorn mit seinen bezaubernden Mundharmonikamelodien bis nach Davos und seinen rustikalen Bahnhöfen. Von einem dieser Bahnhöfe (wir wissen nicht, welcher) flogen wir durch Nebel hinauf auf den Gotschnagrat und durch den Nebel hinunter nach Klosters. Dort kam es Abends zu tumultartigen Szenen, weil der Wirt offensichtlich vergessen hat, zu den Spätzle das Huhn zu schnetzeln.
Der Schneefall der Nacht wich strahlendem Morgenwetter und wir brachen Richtung Silvretta auf. Die Silvretta war bei unserer Planung einer der Knackpunkte. Hier waren gute Sicht und stabile Schneeverhältnisse Voraussetzung, um eine sichere Alpendurchquerung möglich zu machen. Guten Mutes wanderten wir, teils zu Fuß, dann auf Fellen zunächst zwölf Kilometer bis zur Sardasca Alm hinein und dann recht steil durchs Galtürtälli bis zur Silvrettahütte. Die Silvrettahütte ist sehr empfehlenswert, sympathische Hüttenleute und das Geschnetzelte war vom Schwein (Püree).

- Ein Bild. Nicht im Bild: Akustische und olfaktorische Elemente.

- Gaaanz hinten, gaaaanz oben wohnt die Silvrettahütte. In genau diesem Moment bereitet der Wirt schon das abendliche Geschnetzelte vor.
Auch am nächsten Tag am Weg zum Silvrettapass war das Wetter tadellos kitschig. Erst ab der Fuorcla dal Cunfin (dem Übergang nach Österreich) krallte sich der Nebel gnadenlos an den Ochsentaler Gletscher. Also Safety first am Seil und mit GPS Gerät an Gletscherbrüchen und Gespält vorbei auf die Bielerhöhe. Nass und demoralisiert von Nebel, Regen und - ohne Übertreibung - kilometerlanger Schieberei landeten wir im Paznauntal und fuhren mit dem Bus nach Kappl weiter.

- "Was nimmst?" - "Das Geschnetzelte. Und du?" - "Eh auch."
Einem lustigen Abend bei Bestellpizza und Bier in der Kellerstube folgend ging die Sonne am nächsten Tag in bewundernswerter Weise ihrer Arbeit nach und heizte unseren Weg aufs Lattejoch auf. Dennoch: Powder hinunter ins Malfon. Wieder ein Anstieg auf die Rendlscharte. Dort oben hat sich dann so richtig erfrischend etwas wie Feierstimmung und grenzenlos gute Laune breit gemacht. Die hat auf der Fahrt durchs Hintere Rendl nach St.Anton und weiter nach Lech angehalten.
Lech hat dann seinen (nicht unseren, hoffen wir) letzten Saisontag tiefwinterlich eingeläutet. Das hat Bergsteigerikone (es gibt kein passenderes Wort) Hans Kammerlander nicht davon abgehalten, übers ganze Gesicht zu strahlen und uns auf der letzten Etappe zu begleiten. Die führte uns von Lech übern Saloberkopf zum Hochtannberg und weiter übern Hochalppass ins Kleinwalsertal. Zu Beginn noch Null Sicht und dementsprechend schwierige Orientierung, und dann - wie so oft diese letzten Tage - allerfeinste Sonne bei den letzten Powderschwüngen zum Endpunkt der Tour. Der donnernde Marketingchef schnetzelte ruhig an seinem Abschlußschnitzel und allgemeine Zufriedenheit machte sich breit.
Gastkommentar für den TSLV (4.4.2012)
(Stephan und Fischer Freeski Team Kollege Oliver Andorfer wurden vom Tiroler Skilehrerverband gebeten, einen Gastkommentar für die nächste Ausgabe des Mitgliedermagazins zu schreiben. Eine große Ehre, und die Bitte erfüllen wir selbstverständlich gerne. Hier ist der Text vorab.)
Freeriden ist Teil des Alpinismus geworden

Dass das Freeridesegment im Wintertourismus angekommen ist und sich rasend schnell ausbreitet ist niemandem entgangen. Stephan Skrobar und Oliver Andorfer vom Fischer Freeski Team haben sich dazu Gedanken gemacht.
Medien berichten - je nach Qualität des Mediums und dem Hintergrundwissen des Schreibers - von einer neuen Freiheit oder irren Spinnern, die sicherlich unter der Lawine ihr frühes Ende finden. Dazu weiter unten mehr.
Die Wintersportindustrie hat reagiert und alle großen Skifirmen produzieren inzwischen hochwertige Freeride Ski, Bindungen und Schuhe. Skigebiete geizen in der Mehrheit nicht mehr mit notwendigen Informationen zu Lawinenlage und Freeridemöglichkeiten. Es gibt Bergbahnen, die gezielt unpräpariertes Gelände erschließen. (Nicht nur in Tirol, auch der Krippenstein in OÖ ist so ein Beispiel.)
Und natürlich hat auch die Dienstleistungsindustrie die Freerider und -innen als Zielgruppe entdeckt. Skischulen nehmen selbstverständlich Freeridetage in ihr Angebot auf, und konkurrieren damit mit der wachsenden Anzahl an Freeride Centern, die sich rein auf alles was abseits der Piste abgeht konzentrieren.
Doch wer denkt, die Freeride Industrie hat ihren Zenit erreicht und der bekannte Bereich ist nun gesättigt, der irrt. Die Szene entwickelt sich rasch weiter, und wir reden hier nicht nur von der Professionalisierung der Wettbewerbe. (Die an Attraktivität inzwischen den Alpinrennen zeitweise den Rang ablaufen. Wer das nicht wahrhaben möchte, dem empfehlen wir einen Besuch beim Stopp der Freeride World Tour in Fieberbrunn und den mehreren Tausend enthusiasmierten Besuchern.)
Das nächste große Ding in der Freeride Szene ist der Weg in den hochalpinen freien Skiraum. Jener wirklich freie Skiraum, der nicht mehr über Lifte erreicht werden kann, oder wo Fahrten irgendwann wieder zur Piste zurückführen. Hier kann nicht mehr von einer weitläufigen Variante, oder "Ski Plus" gesprochen werden. Aufstiege benötigen meist Steigeisen und Eisgeräte, oft mit Seilsicherung und exponierten Stellen. Die geplanten Abfahrten werden schwieriger, steiler, enger. Eigentlich ist es abfahrtsorientiertes, anspruchsvolles Tourengehen.
Freerider entdecken jenen alpinen Raum für sich, der
1. Alpine Entscheidungsfähigkeit auf sehr hohem Niveau verlangt
2. Genaue Tourenplanung voraussetzt
3. Hohes alpines Können verlangt (Umgang mit Seil, Steigeisen, Eisgeräten)
4. Hohe alpine Risikoeinschätzung und -management notwendig macht
Das wirft eine neue Anzahl von Überlegungen auf. Einerseits finden wir das wachsende Interesse an der wunderschönen Bergwelt natürlich begrüßenswert, auch wenn das manchen Alpinpuristen in seiner moralischen Einsamkeit stört. Andererseits entstehen nicht nur zusätzliche Gefahrenmomente, sondern auch auf kommerzieller Ebene nehmen die Anforderungen zu. Hier ist eine unbedingte Einhaltung der berufsbefähigenden Qualifikationen (Skiführer oder Bergführer) Voraussetzung. Denn sollten unqualifizierte und unerfahrene Reiseanbieter auf einmal Aufstiege durch morgendlich verharschte Frühjahrsrinnen anbieten, überfordern sie nicht nur ihren Gast sondern meist auch sich selbst. Und wenn dann etwas passiert, dann schepperts in der ganzen Industrie.
Wir alle wissen um das breite Spektrum der Freeride Industrie, wo Profis mit jahrzehntelanger Erfahrung auf junge Newbies mit grenzenloser Motivation treffen. Eine anundfürsich sehr erfreuliche Vielfalt. Leider scheren die Medien zu oft - je näher am Boulevard desto weniger informiert und desto skandalisierender - alle Freerider über einen Kamm. Traurig, aber offensichtlich noch nicht anders erwartbar.
Unsere Aufgabe als Skiführer, Skilehrer, Ausbilder, Alpin- und Skischulleiter oder auch Freeride Profis mit Unterstützung durch die Industrie muss sein, das Bild des Freeridens in der Öffentlichkeit objektiv und ehrlich darzustellen. Mit der Hoffnung, dass die Medien in Zukunft auch ein unaufgeregteres Bild zeichnen, und die Leser der Boulevardzeitungen den Lawinenopfern nicht noch ein "Geschieht ihnen eh Recht!" hinterherwerfen.
So können wir zu einem organisch wertvollen Wachstum der Freeride Industrie beitragen, das hoffentlich alle Interessierten und Beteiligten zufriedenstellt und die Unglücksfälle am Berg reduziert. Das Freeriden ist ein Teil des Alpinismus geworden.
Stephan Skrobar ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer, leitet das Die Bergstation Freeride & Alpin Center, fährt im Fischer Freeski Team und ist Alpinausbilder im Skilehrerverband Steiermark. Nebenher ist Stephan Head Honcho der Creatix Kommunikationsagentur und Punkrock Connaisseur.
Oliver Andorfer ist staatlich geprüfter Skilehrer und Trainer, fährt im Fischer Freeski Team und ist im Ausbildungsteam des Oberösterreichischen Skiverbandes. Er ist Trainer des ÖSV Ski Cross Europacup Teams und der Ski-Hak Schladming. Nebenher ist Oliver passionierter "Frei-Skifahrer" und versucht immer noch die Welt ein klein wenig zu verbessern.
Camp Pics Zwanzig Zwölf (11.3.2012)
Gastkommentar auf Downdays (15.2.2012)

Stephan hat im Downdays Digimag einen Gastartikel zum Thema Lawinen geschrieben.
"Es gibt hervorragende Bücher zum Thema Lawinen und die Webseiten vieler Lawinenwarndienste liefern uns wertvolle Informationen. Sogar mit dem LVS kann man daheim in den eigenen vier Wänden üben. Aber draußen im Schnee schaut die Sache meistens ganz anders aus, ganz zu schweigen von einem echten Notfall mit Lebensgefahr. Der österreichische Skiführer und Fischer Team Rider Stephan Skrobar erklärt, wie wichtig es ist, sein theoretisches Wissen in der Praxis zu überprüfen."
Den ganzen Artikel lesen. (Link zu Downdays)
Transalp (28.3.2011)
Es war August und heiß, da stand Fischer Marketing Head Honcho Christian vor uns und frug an. "Könnt ihr euch vorstellen, 8 Leute und ein Kamerateam durch die Alpen zu führen? Im Winter?"
Sonst noch was?
"Ja, und Südtirol wengan Kammerlander und Kitzbühel wengan Naglich muß auf der Strecke liegen. Ihr habt eine Woche Zeit."
Schaumer mal.
Viel später, um einiges an Informationen und Kopfzerbrechen reicher, standen wir also da - mit zusätzlicher Hilfe von Sepp Schweiger - im abgelegenen Hinterbichl/Osttirol (als wunderschöner Ersatzstart fürs lawinöse Südtirol). Mit uns sechzehn Weitere, die uns durch die Alpen bis zum Ziel am Königssee (der liegt bekanntlich im Berchtesgadener Land) begleiten würden. Sie würden in dieser Woche auch für viel Spaß sorgen und zu guten Freunden werden, aber das wußten wir da natürlich noch nicht.
Die Bedingungen waren nicht schlecht. Einerseits war die Schneelage zwar dürftig, und auch die Tageserwärmung würde die Lawinengefahr ansteigen lassen, andererseits legte sich gerade ein fettes Hoch über die Tauern um sichs dort eine Woche lang gemütlich zu machen.
Gemma. Erstes Ziel die Johannishütte, chille zweiundeinbisselwas Stunden und so 800 Höhenmeter. Kein Streß also, daher am Nachmittag nocheinmal 700 dazu um einen schönen Powderhang und vierzehn Bruchharschhänge zu fahren. Schließlich ist der morgige Großvenediger eh nur ein Spaziergang zum Laktatabbauen.
War er dann auch fast. Zwar absolut kein Spaziergang, aber so schön wie einer! Ein windiger, kalter, auslaugender Tag, der mit der Überschreitung des vierthöchsten Berges Österreichs (3.662m) für unglaubliche Glücksgefühle gesorgt hat. Strahlende Gesichter am Gipfel, problemfreies Gehen (und fast problemfreies Fahren) am Seil und das erste Mal schwer von der Kameracrew beeindruckt.
Man stelle sich vor.
Da gehen wir über windige Gletscher, in einer Höhe die auch hartgesottene Raucher ans Aufhören denken lässt (Herr Naglich sei als Ausnahme angeführt, der heizt sich auch in höchsten Höhen noch eine an), und diese irren Ton- und Kameraviecher von Red Bull/Servus TV zahen halbe Tonstudios durch's Gletschergespält'. Und ihr Gepäck für eine Woche. Und ihre Alpinausrüstung. Pfff!
Ein langer Tag war das, knapp zehn Stunden mit wenigen Pausen unterwegs bis zur Kürsingerhütte, die am Ende des Obersulzbachtales über der Türkischen Zeltstadt (Name des Gletscherbodens) thront. Und die ganze Gruppe fängt an, ein bissel zusammenzuwachsen. Der nächste Morgen startet mit Bruchharsch down, Pulver up und dem Abbruch einer geplanten Tour, weil die Temperaturen zu hoch waren. Daher eine gemütliche Reise zu Ski und Fuß das lange Tal hinaus bis nach Neukirchen mit Dusche und Terrassenbier.
Wie wir schon wissen, geht die Sonne in der Woche der Transalp ihrer Bestimmung nach und heizt, was das Zeug hält. Das setzt Lebensgeister frei. Kombiniert mit den zusätzlichen roten Blutkörperchen, die wir uns in den Gletscherregionen geholt haben, lässt das die in ihrer Fitness beeindruckende Partie wie junge Gemsen von Salzburg nach Tirol hüpfen. Bis auf die armen Viecher aus der Neigungsgruppe Audio/Video. Weil. Siehe oben. Pffff!
Abendliche Ankunft in der Hocheckhütte am Hahnenkamm (ja, dem Hahnenkamm), eine sensationelle - weil erstaunlich authentische und vor allem hochsympathische - Hütte. Mit Hammerblick aufs abendrötliche, nächtliche und dann morgenrötliche Kitzbühel. Und dann die morgendliche Wahl zwischen dem Guten und dem Besseren. Persönlich musste ich mich aus privaten Gründen fürs Bessere entscheiden, und fuhr also gemeinsam mit der Hälfte unserer Gruppe über die Streif nach Kitzbühel. Um 8 in der Früh, in der Morgensonne. Das ist schon cool.
Die anderen nahmen den Paragleiter (also den Schirm), flogen ins Aurachtal und gingen mit uns weiter Richtung Leogang und die im Nebental ansässigen verwirrten Kleinbusfahrer (Insiderwitz). Marketingguru Christian kommt dann am Asitz noch zu seiner Apres Ski Stunde. Wir fühlen uns moralisch (da ungewaschen und alpin - also ehrlich vom Gehen - verschwitzt) der Handvoll Skitouristen überlegen, trotzdem schunkeln alle zu schlechter Musik mit. Bis auf Christian. Der grölt mit.
Zu Recht. Der letzte Tag bricht an, es geht von Lofer an den Königssee (der dann eigentlich der Hintersee werden wird). Bis jetzt haben wir etliche tausend Höhenmeter und über 100 Kilometer zurückgelegt, heute werdens nocheinmal an die 1300/30 werden. Und die Tiere der Lichtbilderei nehmen natürlich nocheinmal ihre gesamten Arbeitsplätze nebst Garage und Kinderwagenkeller mit. Kleine Wehwechen werden langsam zu Nichtmehrganzsokleinen, die Nervenstränge ein klein wenig dünner. Aber das Werkl läuft, das Wetter ist glamourös und der Grinser zieht auch bei fast jedem auf. Emotionen werden nicht mehr versteckt, wie der Kameraboss und Berufstiroler lautstark demonstriert. Die letzte halbe Stunde bis zum Gipfel des Seehorns fast an der Grenze zu Deutschland begleitet uns das Knattern des Red Bull Festhubschraubers, den Mateschitz für dieses Ereignis angeordnet hat (so geht die Mär). Wahr ist die Feierstimmung, die der Gipfelempfang vom Berchtesgadener Ranger Lenz (ja, so wie der Frühling) mit Bier und Brezen ausgelöst hat. Man klopft Schulter und busselt sich und die Umgebung ab.
Vorsichtig und exponiert gehts Richtung Wimbachtal wo wir überrascht werden. Und zwar gscheit! Pulverschnee, knietief, unverspurt. Die letzte Abfahrt. In Bayern. Schickt uns Karma da eine Nachricht? Dass wir belohnt werden, nach einer Woche Ausdauerquälereien und Entbehrungen? Schaut ganz so aus! Nach der langen und vor allem landschaftlich eindrucksvollen Powderrinne wandert man doch etwas länger kontemplativ das Wimbachtal bis zum Hintersee (der kleineren aber idyllischeren Alternative) hinaus. Und dort ist die Transalp dann aus. Und sie war sehr, sehr lässig.
Danke euch allen, Maria, Kurt, Christoph, Andreas, Antonia, Franz, Josef, Martina, Alex, Bezi, Christoph, Günther, Dieter, Alfred, Axel, Christian und natürlich Sepp.
Fotos gibts hier www.facebook.com/diebergstation
Fischer Marketingleiter Christian hat live von der Transalp berichtet. Hier die Nachlese fischersports.tumblr.com
Für Top Times hat Doc Alex geschrieben sport10.at
Weinbergverziehrer Franz hat ebenfalls die Transalp ausführlich nacherzählt: www.schittertour.at
A Quick ReCamp (18.3.2011)
Freireidden wie unsere Götter es gewollt haben. So und nicht anders waren die letzten zwei Camps bevors durch die Alpen geht. Der Grinser vom gerade gewesenen Fuxcamp ist noch da, und für dieses Camp hat sich wieder Tirol in die Steiermark begeben. Die Schnee und Lawinensituation auf der Tauplitz war gut, also wurden unbarmherzig die schönsten Lines am Berg hergeknüppelt. Außerdem am Stundenplan: Erweiterung des Vokabulars.

Schon vorher gab man das epische Kripp Kamp, das Dachsteinmassiv war der grandiose Spielplatz. Wir sind gegangen um zu fahren, und zwar vom Gletscher bis zu den wilden Wäldern am Halltstättersee. Die Nächte waren sternenklar oben auf der Lodge am Krippenstein. Genauso sternenklare Lichtbilder vom Kripp Kamp gibts hier.
Was beide Camps - und nicht nur diese - zusätzlich grinsend in Erinnerung hält, ist der Spaß und Schabernack, der dort sein schelmisch' Unwesen trieb. Danke euch allen!
Fotos gibts immer wieder hier www.facebook.com/diebergstation (dafür ist kein Facebook Profil notwendig)

Transalp Testtag (20.2.2011)
Schon im März gehen wir gemeinsam mit 8 Fischer Freunden und Innen durch die Alpen, und zwar von Bruneck/Südtirol zum Königssee/Bayern. Lässige Sache, wird sicher spannend. Begleitet wird das unter anderem von einem Red Bull Kamerateam, zwei Ikonen des Alpinismus (Kammerlander und Naglich) und hoffentlich der guten Frau Sonne, die ihrerseits wiederum vorher der guten Frau Holle ausreichend Platz machen sollte.
Gestern haben wir uns am Obertauern mit den Teilnehmern zu einer Testskitour getroffen. Von wegen Fitness und so. Vorweg, der durchschnittliche Ruhepuls der Gruppe lag beim Weggehen bei ungefähr 12. Wäre ich nicht dabeigewesen, wäre er nochmal signifikant niedriger gewesen. Ich red mich halt auf meinen ungesunden Lebensstil und den vorgestrigen Fieberwahn aus.
Nachdem alle Teilnehmer also mindestens drei Dualironm̶e̶n̶mans absolviert haben, ist die Fitness kein Thema. Die passt. Jetzt gilt es allerdings für Einige bis März noch ein bissel an der Skitechnik zu feilen. Das Material ist sowieso tiptop, da hat der Familienbetrieb aus Ried die besten Fischer Latten ausgepackt und gestern Weihnachtsmann gespielt. Fragen keine!
Peter und ich haben auch ein paar Goodies abgestaubt, was wiederum als Arbeitsauftrag zu verstehen ist. Ich versuche gerade wenig erfolgreich mein neues Garmin Spielzeug zu verstehen, von dem ich sicher bin, dass es die NASA gerade vermisst - so komplex und robust ist das Teil. Schließlich wollen Herr Perhab und ich in den nächsten Wochen noch so viele Einzeletappen der Transalp wie möglich abgehen und abspeichern. Schaumer mal, ob ich bis dahin die Betriebsanleitung derlesen hab.
Die Camps - Halbzeit! (19.2.2011)
Seit sich der Winter breit (har, har...) gemacht hat, sind nicht nur Temperaturmaxima in beide Richtungen, sondern auch schon fünf Die Bergstation formerly known as Idfreeride Camps ins Land gezogen.
Und vielseitiger hätten sie nicht können sein!
Das erste (Das "Ich bin ein Shit Hot Freerider, aber ich hab da noch eine Frage, bitte!" Camp) ward kurzfristig ins Leben gerufen. Das Ziel: Eine Intensiveinheit in Risikomanagement und LVS Verständnis für Menschen, die so gut sind, dass sie für ihr Material nix zahlen brauchen. Der Higher Echelon der jungen und schwer erfolgreichen Freeride/Film/Contest Szene hat sich dankenswerterweise für die 2 Tage am Obertauern Die Bergstation ausgesucht, um zu lernen.
Gleich hernach Neujahrscamp am hochalpinen Dachstein, bei wilden Bedingungen und die Belohnung am Seekarspitz am Obertauern beim schönsten aller Cocktails: Powder und Sonne. Wateatime! Weiter zum Motherland Camp auf der Tauplitz wo der Regen die ersten Stunden ein heftiger war. Dann kam die Sonne, sie blieb drei Tage und erfreute auch die Schneequalität - ja, wirklich! Das Erwähnenswerte war aber auch ein neues Niveau an Blödreden und ein Verschieben der Geschwindigkeitslimits weit nach oben. Fun. Ky.
Der early Februar war Westlastig, nach einem Gastauftritt in Serfaus Fiss Ladis/Tirol gings in den schönsten aller Wälder, den Bregenzerwald. Das etablierte Westcamp, ein wirklich chilles Skitourencamp, ist ein bissl wie die Sprache der Wälder. Man versteht zwar nicht genau warum, weiß aber, dass es gut ist. Ein Camp wie eine Zeichentrickfigur. Erdiger war anschliessend das Feriencamp am Obertauern, wo's vor Oberösterreichern, Salzburgern und Niederösterreichern nur so gewimmelt hat. Eine harte Gruppe, die problemlos dem Mantra der Freerider folgt. Freerider essen nix, und Raunzen ist OK.
Fotos gibts immer wieder hier www.facebook.com/diebergstation (dafür ist kein Facebook Profil notwendig)
Die Kinder! Denkt denn keiner an die Kinder? (18.2.2011)
Hätten ihre Mütter nicht drauf geschaut, dass ihr Lebensweg ein tadelloser ist, könnten sie nicht heute für uns hochkompetent Wissen verbreiten. Und zwar zügellos.
Das Die Bergstation Team ist in seiner ersten Saison kein kleines welches, und wir sind stolz auf Jeden und Jede, derdie für uns unterwegs ist. Denn, und das rufen wir mit geschwellter Brust hinaus in den Schnee, "Das sind die Besten!"
Einerseits die fachkundigen Lawinenmenschen, die für uns und im Auftrag von Fischer von Davos (das ist in der Schweiz) über Garmisch (ja, Deutschland) durch ganz Österreich bis zum Semmering (für unsere Freunde westlich von Eferding: das liegt auch noch satt in Österreich) die "Lawinentage" - dreistündige Lawinenschulungen - durchführen. Danke an Robert, Melissa, Oliver, Markus, Patrick und Roland. Experten, mit denen wir gerne arbeiten!
Und dann gibt es noch die (bis jetzt nur) Jungs, die als Guides mit uns auf den Freeride und Skitouren Camps zeigen, wo der Bartholomäus den Most herzuholen pflegt. Top ausgebildet und flott am Ski. Danke an Patrick, Markus, Hans, Reini und Gerhard!
Liftlergwandl? Mitnichten! (17.2.2011)














